Sexy Paar beim Vorspiel

Hartnäckige Sexmythen. Und wie es wirklich ist

Es gibt nicht wenige Legenden, die sich um das Thema Sex ranken. Jeder kennt sie, aber ist da auch etwas Wahres dran? Grundlos halten sich gewisse Aussagen und Überzeugungen doch nicht in der Welt … Oder…?
Wir schauen einmal genauer hin:

 

„An der Nase eines Mannes erkennt man seinen Hannes.“

Da hat sich jemand einen einprägsamen Reim einfallen lassen. Mehr ist aber nicht erwähnenswert daran. Weder von der Größe der Nase, noch der Füße oder Hände lässt sich auf sein edelstes Körperteil schließen.

 

Die Augenfarbe verrät etwas über seine/ ihre sexuellen Vorlieben

Ein recht junger Mythos und etwas weniger bekannt. Prominenter ist da die Aussage, Po- oder Busenform sei aussagekräftig.
Leider ist auch das nur eine Fantasie der Neugierigen, wie das Korrelieren der Nasen- mit der Penislänge.

Selbstbewusst aussehender Mann sieht in die Kamera
Nase, Augenfarbe … Daraus lässt sich doch etwas lesen über den Schönen?
Nein. Leider gar nicht.

Frauen hatten nur guten Sex, hatten sie auch einen Orgasmus

Ein eher bedauernswerter Mythos, da er die Partner unter Druck setzt: Die Frauen, ihren Gespielen mit einem Orgasmus für seine Mühen zu belohnen (bis hin zum Vortäuschen). Die Männer, nur den Höhepunkt der Frau als Garanten für echte Befriedigung anzusehen. Und sich anderenfalls als Versager zu fühlen.
Was beide vergessen: Frauen lieben Orgasmen, ihre Sexualität ist aber eine andere als die des Mannes. Sie funktioniert komplexer. So ist Sex für eine Frau durchaus auch ohne ausgewiesenen Höhepunkt befriedigend. Hat der Partner Einfühlsamkeit und Leidenschaft bewiesen, kann das Erlebnis auch ohne völlige Eruption aller Sinne erfüllend sein.

 

Nur ein gut ausgerüsteter Mann ist auch ein guter Liebhaber

Ein üppig ausgestatteter Liebhaber ist sicher reizvoll, jedoch nutzt ihm das allein wenig, kann er schlicht nicht damit umgehen. Unter Umständen bereiten der Partnerin die großzügigen Maße sogar eher Schmerz als Freude.
Man denke also nur an eine Weisheit, die ursprünglich nicht aus der Erotik kommt: „Qualität vor Quantität.“

Das führt zu Mythos:

 

Ein Paar sollte mindestens drei- bis viermal pro Woche Sex haben!

Wer diesen Wert festgelegt hat und warum, ist unbekannt. Tatsache ist, dass gerade langgediente Paare manchmal zwei- bis dreimal pro Monat gerade so hinbekommen. Aber zufrieden – und vor allem befriedigt sind!
Dass es also einen definierten Mindestwert gibt, der nur bei Erfüllung auch das ideale Sexualleben garantiert, ist (zum Glück) nichts als eine Legende.

 

Nur langer Sex ist guter Sex

Das liegt in der persönlichen Vorliebe, grundsätzlich gültig ist diese Aussage aber nicht. Ein herrlich befriedigendes Liebesspiel kann nach fünf Minuten zu Ende sein. Ganz im Gegenteil ist lange andauernder Bettensport nicht nur anstrengend. Die beständige Reibung auf den hochempfindsamen Körperpartien wird irgendwann für beide nur noch unangenehm, nicht mehr stimulierend.

Hübsche Frau zieht Mann liebevoll aus
Männer brauchen und können es immer, Frauen sind zufrieden ohne. Mehr daneben liegen kann ein Sexmythos nicht mehr.

„Männer immer, Frauen nimmer“

(Einen längeren Absatz wert.) In einen einprägsamen Slogan verpackt heißt das nichts anderes als: Männer wollen und können immer, Frauen tun sich eher schwer. Und leben grundsätzlich lieber ohne.
Wieder ein Mythos, der Druck erzeugt. Er möchte seine Ruhe, steht gerade unter Stress oder ist durch Sorgen belastet. Kurz: Er hat einfach keinen Anlass, an Erotik auch nur zu denken. Dennoch soll er bereit sein, sobald sie in reizvoller Wäsche vor ihm steht.
Aber: In die Verlegenheit sollte er ohnehin nicht kommen. Sie lässt sich auf den Sex nur ein, als Frau legt sie darauf ja von Natur aus keinen Wert. Sex ist ein Gefallen, den sie dem drängenden Mann erweist.

Sie merken selbst, wie schlecht dieser Mythos beide dastehen lässt: Den Mann als tumben Erfüllungsgehilfen seiner Triebe, die Frau als genussunfähige Erotik-Trockenlandschaft.

Die gute Nachricht daher: Alles völliger Unsinn! Auch Männer möchten in Stimmung gebracht werden, sie sind keine plumpen Liebesroboter. Und auch Frauen wollen aus eigener Lust verführen und im erotischen Spiel genießen.
Hier wurde schlicht missverstanden, dass Männer und Frauen im Empfinden ihrer Sexualität unterschiedlich sind. Dies als mehr oder weniger Libido zu interpretieren, war und ist einfach grundfalsch.