Faire Trennung: Schatten eines zerstrittenes Paares

Den Schlussstrich ziehen – Wie schafft man die faire Trennung?

Eine gemeinsame Zukunft sehen Sie nicht mehr. Das Zusammenleben wird für Sie immer mehr beklemmend, weil Sie die Zärtlichkeiten und Liebesgesten nicht mehr erwidern können und zunehmend nicht mehr wollen. Vielleicht sind Sie sogar schon wieder neu verliebt? Dann schaffen Sie Klarheit für Sie beide.

Die Voraussetzung für die Trennung schaffen

Diese Voraussetzung ist Fairness. Das einzig Gute, das sie Ihrem Noch-Partner in dieser schwierigen Situation bieten können.

Faire Trennung: Zerstrittenes Ehepaar
Sprechen Sie die Gründe für die Trennung klar an – aber vermeiden Sie Schuldzuweisungen

Heißt: Suchen Sie das persönliche Vier-Augen-Gespräch an einem privaten Ort, der nur Ihnen beiden gehört und nach dem Gespräch Rückzug gestattet.
Selbstverständlich ausgeschlossen sind also Nachricht aufs Handy, eine E-Mail oder bestenfalls ein Anruf, sowie Verlegung des Gesprächs in einen öffentlichen Raum, damit der Partner seine Emotionen zurück hält.

Verletzung vermeiden

Das funktioniert natürlich nicht. Selbst wenn es Ihrem Partner emotional ähnlich gehen sollte, sind Sie es, der aller letzter Hoffnung nun den Todesstoß versetzt hat. Und eine Trennung schmerzt immer, so einig Sie sich darüber auch sein mögen.

Aber Sie können „Schadensbegrenzung“ betreiben:

Kurz, wenn schon nicht schmerzlos

Sprechen Sie den Grund des Gespräches klar an, reden Sie nicht lange um Ihr Anliegen herum. Meist wird der Partner ohnehin ahnen, welches Thema nun ansteht. Quälen Sie ihn und sich selbst nicht durch zu höflich gemeinte Umschreibungen und lange Einleitungen bis zur tatsächlichen Kernaussage.

Keine Schuldzuweisungen

Sie haben sich entliebt und wollen wieder eigene Wege gehen. Bleiben Sie möglichst nüchtern und nah bei diesen Fakten.
Bringen Sie keine „Altlasten“ ins Spiel, weisen Sie keine Schuld zu, führen Sie keine Sammlung von Verfehlungen an.

Sie schonen nicht nur seine/ihre Gefühle damit, Sie verhindern auch, dass etwas ohnehin Unschönes durch Ausbruch von Diskussionen noch hässlicher wird.

 

Ihre Entscheidung steht

Sieht man den Partner leiden, ist man schnell versucht, tröstende Worte über die gute Absicht hinaus zu äußern. Heißt: Vermeiden Sie Aussagen wie „Ich liebe dich noch/ vielleicht machen wir auch nur eine Beziehungspause/ usw.“ Sie unterminieren nicht nur Ihren eigenen Entschluss, sondern verlängern auch Ihrer beider Trennungsphase und damit Leid. Das Ihres Gegenübers, weil er sich weiter Hoffnung macht, Ihres, weil Sie diese Hoffnung nicht erfüllen können. Und nicht frei sind, wie Sie es sich aber gewünscht haben.
Wollen Sie fair sein, machen Sie einen klaren Schnitt – und bleiben Sie dabei.

Mann schaut verzweifelt aus dem Fengster
Auch, wenn es Ihnen selbst schwer fällt: bleiben Sie bei Ihrer Entscheidung.

Freundschaft ist ausgeschlossen

Zumindest jetzt, nach dieser so frischen Trennung. Tun Sie Ihr Möglichstes, sich die „Lass´ uns Freunde bleiben“-Floskel zu verkneifen. Freundschaft ist schlicht nicht möglich, wenn ein Part noch immer mehr will als das. Und es soll gedanklich schon in eine Lebensphase einleiten, die für sie oder ihn in diesem Moment aber völlig undenkbar ist.