Valentinstag: Ist der Tag der Liebe liebenswert?

Beim Thema Valentinstag scheiden sich oft die Geister, sogar bei sonst in allem so einigen Paaren. Für den einen ist es der Tag der Liebe, für den anderen eher Tag des florierenden Einzelhandels, speziell der Blumenläden.
Was macht den Valentinstag so liebenswert? Und was dagegen bei vielen so unbeliebt?

Ein paar Pros, ein paar Contras.

 

Bitte kein Valentinstag, weil …

… es reiner Kommerz ist. Wer mit Blumen und Süßwaren handelt, jubelt an diesem Tag. Gestresste Liebende auf der Suche nach dem Pflichtgeschenk jubeln – wenn überhaupt – erst, sobald es vorbei ist.

 

Bitte Valentinstag, weil …

… die Liebe etwas Wunderbares und, in Zeiten der steigenden Zahl an Singlehaushalten, nichts Selbstverständliches ist. Der Ehrentag ist verdient.

„Reiner Kommerz, über den sich nur die Händler freuen.“ – „Liebe ist nicht selbstverständlich. Ihr gebührt ein Ehrentag.“

Bitte nicht, weil …

… eine auf Kalendertag fixierte Liebesbekundung unromantischer kaum sein könnte.

 

Bitte doch, weil …

… es echte Wertschätzung zeigt, wenn man diesen Tag und die schönen Möglichkeiten, seinen Gefühlen Ausdruck zu geben, wahrnimmt. Lässt man ihn untätig verstreichen, hat man den perfekten „Türöffner“ zum heimlichen Schwarm verpasst. Oder nimmt ernsthaft in Kauf, seinen Partner, während sich andere um ihn herum über Liebesbekundungen freuen dürfen, brutal nüchtern in die Röhre schauen zu lassen.

 

Bitte nicht, weil …

… das ganz schön teuer werden kann. Kleine Gesten sind an diesem Tag nicht vorgesehen, da wird Großes vorausgesetzt. Ist ja immerhin ein Feiertag …

 

Bitte doch, weil …

… man planen und Geld zurück legen kann, um ein größeres Präsent zu machen.
Wenn man das denn will! Niemand hat jemals festgelegt, dass sich der Valentinstag nicht mit kleinen Aufmerksamkeiten zelebrieren lässt. Wer nach dem Motto verfährt „Je größer die Liebe, desto größer muss der Preis für das Geschenk sein“, hat den Valentinstag nicht verstanden.

„Valentinstag wird sehr schnell sehr teuer. Der Geschenkzwang kennt keine kleinen Gesten.“ – „Wer überzeugt ist, nur die großen Geschenke zählten, hat den Sinn dieses Tages nicht verstanden.“

Bitte nicht, weil …

… das zu Prahlerei einlädt. „Was hast du bekommen? Wie viele Rosen? Oh, also meine Geschenke von und für XY  fielen aber üppiger aus.“
Wenn Mutter auch noch schelmisch nachhakt, wer eine Liebesgabe überbracht hat und welche genau, sind die eventuellen Sympathiepunkte für den Valentinstag dahin. Für immer.

 

Bitte doch, weil …

… es ein Tag ist, der offiziell den Liebenden gehört. Ausdrücklich. Ihnen beiden und den kleinen und großen Ritualen der Liebe.
Ja, äußere Einflüsse wie Fragen der Kollegen, der Freunde oder der Familie können nerven. So viel Platz, dass es die Romantik vergällt, darf man dem aber nicht einräumen.

Provokant: Sonst feiert man besser gar nichts mehr, denn alles ruft Prahlhanse, zu Neugierige, Kritiker und Nörgler auf den Plan.